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Werkstattschrank-Maße im Überblick: Breiten, Höhen, Tiefen und Raster

Aktualisiert Juli 2026Lesezeit ~6 MinMaße & Planung

Gängige Werkstattschränke mit Vertikalauszügen gibt es im SIM-TEC-Sortiment in Breiten von 515 bis 1.360 mm, in drei Höhen (1.290, 1.690 und 2.090 mm) und drei Tiefen (800, 1.100 und 1.300 mm); die Auszüge selbst sind 200, 300 oder 400 mm breit. Welche Kombination die richtige ist, hängt von Werkzeuggewicht, Teilespektrum und Stellfläche ab – inklusive des oft vergessenen Platzbedarfs für geöffnete Auszüge. Dieser Maß-Guide führt alle relevanten Abmessungen in Tabellen zusammen und zeigt, wie Sie daraus die passende Schrankgröße ableiten.

Alle Maße in diesem Ratgeber stammen von den aktuellen Produktseiten der Werkstattschrank-Kategorie (Stand Juli 2026, Angaben B × T × H, Änderungen vorbehalten).

Die drei Grundmaße: Breite, Höhe, Tiefe

Höhe – drei Standardstufen. SIM-TEC-Werkstattschränke sind in drei konfigurierbaren Höhen erhältlich:

  • Klein: 1.290 mm – arbeitsplatznah, Oberseite als zusätzliche Ablage nutzbar
  • Mittel: 1.690 mm – Kompromiss aus Volumen und Zugriff
  • Groß: 2.090 mm – maximales Lagervolumen je Quadratmeter Stellfläche

Tiefe – drei Standardstufen. Ebenfalls konfigurierbar sind drei Schranktiefen: S = 800 mm, M = 1.100 mm, L = 1.300 mm. Mehr Tiefe bedeutet mehr laufende Meter Werkzeuglagerung je Auszug – aber auch mehr Platzbedarf vor dem Schrank (siehe unten).

Breite – ergibt sich aus der Auszugs-Bestückung. Die Gehäusebreite folgt aus Anzahl und Breite der Vertikalauszüge. Verifizierte Beispiele aus dem Sortiment: 2 × 200-mm-Auszüge ergeben 515 mm Gehäusebreite, 2 × 300 mm ergeben 715 mm, 2 × 400 mm ergeben 915 mm; Mixed-Bestückungen liegen zwischen 930 und 1.360 mm.

Zur Modellbezeichnung: Im Sortiment steht der dritte Buchstabe für die Höhenklasse (K = Klein/1.290 mm, M = Mittel/1.690 mm, G = Groß/2.090 mm) und der folgende Buchstabe für die Tiefe (S/M/L) – ein WSG-S ist also ein großer Schrank (2.090 mm) mit 800 mm Tiefe.

Übersichtstabelle: verifizierte Modellmaße

Modell Auszüge Breite Tiefe Höhe
WSK-S-2-2 A 2 × 200 mm 515 mm 800 mm 1.290 mm
WSK-S-2-3 Z 2 × 300 mm 715 mm 800 mm 1.290 mm
WSK-S-2-4 2 × 400 mm 915 mm 800 mm 1.290 mm
WSM-S-14-22 1 × 400 + 2 × 200 mm 930 mm 800 mm 1.690 mm
WSK-S-13-32 1 × 300 + 3 × 200 mm 1.045 mm 800 mm 1.290 mm
WSG-M-14-13-12 400 / 300 / 200 mm kombiniert 1.045 mm 1.100 mm 2.090 mm
WSG-S-24-22 2 × 400 + 2 × 200 mm 1.360 mm 800 mm 2.090 mm
WSG-S-14-42 1 × 400 + 4 × 200 mm 1.360 mm 800 mm 2.090 mm

Höhe und Tiefe sind bei diesen Modellen im Konfigurator wählbar (Höhen 1.290/1.690/2.090 mm, Tiefen 800/1.100/1.300 mm) – die Tabelle zeigt die jeweilige Basisvariante der Produktseite.

Auszugsbreiten und Traglast: 200, 300 oder 400 mm?

Vertikalauszüge sind das Kernmaß eines Werkstattschranks für schwere Werkzeuge – hier zählt neben der Breite vor allem die Traglast:

Auszugsbreite Traglast je Auszug Typische Nutzung
200 mm 900 kg Abkantwerkzeuge, Werkzeughalter, schmale Sortimente mit beidseitigem Zugriff
300 mm bis 1.000 kg (1 Tonne) Zerspanungswerkzeuge mit Haltern (z. B. Typ WHZ), mittlere Vorrichtungen
400 mm bis 1.000 kg (1 Tonne) Schwere Vorrichtungen, Stanzwerkzeuge, Lagerwannen, Schüttgut

Zur Einordnung: Rankende Kaufratgeber nennen für klassische Fachböden marktübliche Traglasten von 40–80 kg – Vertikalauszüge mit 900 kg und mehr spielen in einer anderen Klasse und sind der Grund, warum schwere Abkant- und Stanzwerkzeuge nicht auf Regalböden, sondern in Auszügen gelagert werden sollten. Ein kompaktes Beispiel ist der Werkstattschrank WSK-S-2-2 A: 515 mm schmal, mit zwei 200-mm-Auszügen, sechs Werkzeughaltern und Platz für bis zu 7 laufende Meter Abkantwerkzeuge – kompatibel mit gängigen Systemen wie Trumpf und Amada.

Innen-Raster: 12,5 mm statt starrer Fächer

Bei Schränken mit Vertikalauszügen übernimmt das Lochraster die Rolle, die bei Schubladenschränken die Facheinteilung spielt: Werkzeughalter, Einlege- und Trennbleche werden im 12,5-mm-Raster positioniert – und lassen sich versetzen, ohne die Auszüge auszubauen. Das feine Raster hat zwei praktische Effekte:

  • Dichte Belegung: Halterabstände folgen den Werkzeugbreiten, nicht umgekehrt – kein verschenkter Zwischenraum bei schmalen Biegestempeln, kein Quetschen bei breiten Werkzeugen.
  • Umrüstbarkeit: Ändert sich das Teilespektrum, wird umgesteckt statt neu gekauft. Ausstattungsvarianten wie Schüttgutwannen, Lagerwannen, Lochblech-Systeme sowie Einlege- und Trennbleche lassen sich je Auszug kombinieren.

Ein Beispiel für gemischte Anforderungen ist der Mixed-Werkstattschrank WSG-S-14-42: ein 400-mm- plus vier 200-mm-Auszüge in einem 1.360 mm breiten Gehäuse – schwere Vorrichtungen und schmale Werkzeugsortimente in einem Schrank.

Platzbedarf planen: das Maß im geöffneten Zustand

Der häufigste Planungsfehler beim Werkstattschrank ist die Stellfläche „nach Katalogmaß": Vertikalauszüge fahren nach vorn komplett aus dem Gehäuse. Verifizierte Werte von den Produktseiten (inklusive Edelstahlgriff):

Modell Tiefe geschlossen Tiefe geöffnet
WSK-S-2-2 A / WSG-S-14-42 (Tiefe S, 800 mm) 800 mm 1.515 mm
WSG-M-14-13-12 (Tiefe M, 1.100 mm) 1.100 mm 2.115 mm

Faustregel: Planen Sie vor der Schrankfront knapp die doppelte Schranktiefe als Gesamttiefe im geöffneten Zustand ein – plus Bewegungsfläche für die Person am Auszug und den Verkehrsweg dahinter. Ein Vorteil der Vertikalauszüge dabei: Der Zugriff erfolgt von beiden Seiten des ausgefahrenen Auszugs, die Entnahme braucht also keine zusätzliche Frontfläche wie bei tiefen Schubladen.

Für die Gesamtplanung der Stellflächen – Zonen, Wege, Bodenlasten – lohnt der Blick in den Ratgeber Werkstatt einrichten: Planung in 7 Schritten.

Welche Schrankgröße für welchen Einsatz?

  • Wenig Platz, schweres Werkzeug: schmaler Schrank mit zwei Auszügen (515–915 mm Breite), Höhe Klein – passt „an die Maschine" und trägt trotzdem 900 kg je Auszug.
  • Gemischtes Teilespektrum: Mixed-Modelle (930–1.360 mm Breite) kombinieren 200/300/400-mm-Auszüge; Innenausstattung nach Bedarf je Auszug.
  • Maximales Volumen: Höhe Groß (2.090 mm) mit Tiefe M oder L – mehr laufende Meter je Stellplatz, dafür mehr Fläche für geöffnete Auszüge einplanen.
  • Unklarer Zukunftsbedarf: leere Konfiguration wählen und Innenausstattung im 12,5-mm-Raster nachrüsten.

Alle Schränke werden komplett montiert geliefert (keine Bausätze), sind untereinander kombinierbar und optional mit individueller Pulverbeschichtung in RAL-Wunschfarbe sowie Firmenlogo erhältlich. Welche Kaufkriterien über die Maße hinaus zählen – Traglast, Verriegelung, Konfiguration – behandelt der Ratgeber Werkstattschrank kaufen: Worauf achten?.

FAQ zu Werkstattschrank-Maßen

Welche Maße hat ein typischer Werkstattschrank? Im SIM-TEC-Sortiment reichen die Gehäusebreiten von 515 bis 1.360 mm bei drei Standardhöhen (1.290, 1.690, 2.090 mm) und drei Tiefen (800, 1.100, 1.300 mm). Die Breite ergibt sich aus der Auszugs-Bestückung: Ein Schrank mit zwei 200-mm-Auszügen misst 515 mm, ein Mixed-Schrank mit fünf Auszügen 1.360 mm.

Wie tief muss ein Werkstattschrank sein? Die Tiefe bestimmt die nutzbare Länge der Vertikalauszüge und damit die laufenden Meter Werkzeuglagerung. 800 mm sind der kompakte Standard; 1.100 und 1.300 mm lohnen sich bei großen Werkzeugmengen je Stellplatz. Entscheidend ist, die geöffnete Tiefe mitzuplanen – bei 800 mm Schranktiefe rund 1.515 mm.

Wie breit sind die Auszüge eines Werkstattschranks? Bei SIM-TEC gibt es Vertikalauszüge in 200, 300 und 400 mm Breite, frei kombinierbar innerhalb eines Gehäuses. Die 200-mm-Auszüge tragen 900 kg, die 300- und 400-mm-Auszüge bis zu 1 Tonne. Schmale Auszüge eignen sich für Werkzeugsortimente mit beidseitigem Zugriff, breite für Vorrichtungen, Wannen und Schüttgut.

Was bedeutet das 12,5-mm-Raster? Werkzeughalter, Einlege- und Trennbleche werden im Auszug an einem Lochraster mit 12,5 mm Teilung befestigt. Die Einteilung lässt sich dadurch fein an Werkzeugbreiten anpassen und später versetzen, ohne den Auszug auszubauen – der Schrank wächst mit dem Teilespektrum mit, statt ersetzt zu werden.

Kann ich Sondermaße bestellen? Die Standardkonfigurationen decken drei Höhen, drei Tiefen und verschiedene Auszugs-Kombinationen ab. Da SIM-TEC selbst in Waibstadt entwickelt und fertigt, sind Sonderwünsche auf Anfrage möglich – sinnvoll etwa bei Nischenmaßen, besonderen Traglastanforderungen oder CI-konformer Pulverbeschichtung mit Firmenlogo.

Beratung: die passende Schrankgröße konfigurieren

Unsicher, welche Kombination aus Höhe, Tiefe und Auszugs-Bestückung zu Ihrem Werkzeugbestand passt? Wir beraten Sie herstellerdirekt – mit Blick auf Traglast, Stellfläche und Ihr Teilespektrum. Telefon +49 7263 / 4093150 (Mo–Fr, 09:00–17:00 Uhr) oder Kontaktformular.

Weiterlesen: Werkstattschrank kaufen: Worauf achten? · Werkstatt einrichten: Planung in 7 Schritten

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