Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Eigenentwicklung & Fertigung in Deutschland
ohne Ausbau umrüstbar
individuelle Pulverbeschichtung
Robuste, langlebige Systeme

Langgut lagern & transportieren: Systeme im Vergleich

Aktualisiert Juli 2026Lesezeit ~7 MinLagerung

Für die Langgutlagerung stehen drei bewährte Systeme zur Wahl: das Kragarmregal für große stationäre Bestände, das Wabenregal für sortenreine Einzelentnahme und der Langgutwagen für mobile Lagerung mit integriertem Transport. Welches System das richtige ist, entscheiden Bestandsgröße, Umschlagshäufigkeit, verfügbare Fördertechnik und Platz. Dieser Ratgeber vergleicht die Systeme, erklärt die Sicherheitsanforderungen beim innerbetrieblichen Langgut-Handling und zeigt, wie Sie das Gewicht Ihres Langguts realistisch kalkulieren — die Grundlage jeder Traglast-Entscheidung. Wer Rohre, Profile und Stangen bis 4 m Länge mobil lagern will, findet mit einem Langgutwagen wie dem STS-LGW eine Lösung, die Lagerung und Transport in einem Gerät verbindet.

STS LGW Langgutwagen – bis 4 m Langgut, 3.000 kg Traglast, ohne Kran rangierbar
STS LGW Langgutwagen – bis 4 m Langgut, 3.000 kg Traglast, ohne Kran rangierbar

01Die Herausforderung: Rohre, Profile und Stangen im Betrieb

Langgut ist die unbequemste Materialklasse im Betrieb: Rohre, Wellen, Profil- und Stangenmaterial sind sperrig, oft schwer, schlecht zu greifen und empfindlich gegen Durchbiegung und Oberflächenschäden. Typische Probleme in Metallbau, Maschinenbau und CNC-Fertigung:

  • Unfallgefahr: Lose an die Wand gelehnte Stangen und wild gestapelte Rohre können kippen oder abrollen — ein klassischer Auslöser für Quetsch- und Anstoßunfälle.
  • Suchzeiten: Ohne sortenreine Ablage wird jede Materialentnahme zur Suchaktion; wer die unterste Stange braucht, räumt den ganzen Stapel um.
  • Materialschäden: Druckstellen, verkratzte Oberflächen und bleibende Durchbiegung entstehen, wenn Langgut ohne definierte Auflagepunkte gelagert wird.
  • Transportaufwand: 4-m-Material bewegt niemand von Hand. Ist für jede Umlagerung Kran oder Stapler nötig, wird der Materialfluss vom Fördermittel-Takt diktiert.

Eine durchdachte Langgutlagerung löst alle vier Probleme gleichzeitig: definierte Auflagen, sortenreine Fächer, sichere Entnahme und — im Fall des Langgutwagens — Mobilität ohne Kran oder Stapler.

02Lagersysteme im Vergleich: Kragarmregal, Wabenregal, Langgutwagen

Kriterium Kragarmregal Wabenregal Langgutwagen (z. B. STS-LGW)
Prinzip Offene Kragarme an vertikalen Ständern, Lagerung quer liegend Röhrenförmige Fächer („Waben"), stirnseitige Entnahme Fahrbarer Stahlrahmen mit verstellbaren Haltearmen
Mobilität stationär stationär mobil — Lagerung und Transport in einem
Zugriff von vorn/oben, meist mit Kran oder Stapler stirnseitig, einzelne Stangen von Hand oder mit Hilfsmittel direkt von Hand, ohne Kran oder Stapler
Sortenreinheit je Kragarm-Ebene sehr hoch (je Wabe eine Sorte) je Haltearm-Segment
Platzbedarf hoch (Bediengang für Fördertechnik) mittel bis hoch (Auszieh-/Entnahmezone) gering — Stellfläche des Wagens, flexibel umsetzbar
Typischer Einsatz großer Vorratsbestand, Stahlhandel, schwere Lasten viele Sorten in kleinen Mengen Umlaufbestand an Säge, Maschine, Kommissionierung
Investitionslogik Infrastruktur (fest verankert, geplant) Infrastruktur Betriebsmittel — sofort einsetzbar, versetzbar

Praxisregel: Die Systeme konkurrieren weniger, als sie sich ergänzen. Der Vorratsbestand liegt im stationären Regal (Kragarm oder Wabe), der Umlaufbestand — das Material für die aktuellen Aufträge — fährt auf dem Langgutwagen zwischen Lager, Säge und Maschine. Genau an dieser Schnittstelle sparen Betriebe die meiste Zeit, denn jede vermiedene Kran- oder Staplerfahrt verkürzt den Durchlauf.

Der STS-LGW von SIM-TEC ist für diesen Umlauf-Einsatz ausgelegt (Herstellerangaben): Rohre, Profile, Schienen und Stangen bis 4 m Länge, Tragkraft bis 3.000 kg, Stahlrahmen aus 3 mm Stahlblech (pulverbeschichtet), 4 Industrierollen — davon 2 mit Feststeller — und verstellbare Haltearme für unterschiedliche Querschnitte (Rund-, Vierkant-, U- und T-Profile). Mit 820 × 3020 × 1200 mm (B × L × H) passt er durch handelsübliche Hallentore und bleibt auch in beengten Produktionsbereichen manövrierbar.

03Sicherer innerbetrieblicher Transport von Langgut

Beim Langgut-Handling gelten die allgemeinen Anforderungen an Lagereinrichtungen und innerbetriebliche Verkehrswege — für Metallbetriebe ist die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) der zuständige Träger. Die wichtigsten Grundsätze für die Praxis:

  • Zulässige Belastung kennen und einhalten: Lagereinrichtungen und Transportmittel müssen standsicher sein; die zulässige Traglast muss bekannt sein und darf nicht überschritten werden (siehe Gewichtskalkulation unten).
  • Kippsicherheit: Langgut liegend und gegen Abrollen gesichert lagern; angelehnte Lagerung an Wänden oder Maschinen vermeiden.
  • Ladungssicherung beim Verfahren: Material muss auf definierten Auflagen liegen und darf beim Anfahren, Bremsen und Lenken nicht verrutschen — beim STS-LGW übernehmen das die verstellbaren Haltearme; Feststeller sichern den Wagen im Stand.
  • Verkehrswege freihalten: Überstehendes Langgut ist eine Anstoßgefahr. Wege ausreichend breit planen und den Wagen so beladen, dass das Material nicht seitlich übersteht.
  • Manuelles Handling begrenzen: Schwere Einzelstangen zu zweit oder mit Hebehilfe bewegen — der Wagen ersetzt den Transport, nicht das Heben einzelner Positionen.

Ein Vorteil des Wagens gegenüber dem Regal wird hier oft übersehen: Weil das Material auf dem Wagen bleibt, entfallen komplette Umschlagvorgänge — jede vermiedene Umlagerung ist auch ein vermiedenes Unfallrisiko.

04Volumengewicht und Traglast: Langgut-Gewicht richtig kalkulieren

Langgut wirkt harmloser, als es wiegt. Grundlage der Kalkulation ist die Dichte von Stahl (7,85 kg/dm³). Zwei Faustformeln für den Werkstattalltag:

  • Rundstahl: Gewicht pro Meter ≈ d² ÷ 162 (d in mm). Beispiel: Rundstahl Ø 40 mm ≈ 9,9 kg/m — eine 4-m-Stange wiegt also rund 40 kg.
  • Flachstahl: Gewicht pro Meter ≈ Breite × Dicke × 0,00785 (Maße in mm). Beispiel: Flachstahl 60 × 10 mm ≈ 4,7 kg/m, bei 4 m rund 19 kg.

Damit wird klar, wie schnell ein realer Umlaufbestand zusammenkommt: Schon 20 Stangen Rundstahl Ø 60 mm à 4 m liegen bei etwa 1.780 kg. Wer hier mit einem leichten Transportwagen ohne ausgewiesene Traglast arbeitet, bewegt sich außerhalb jeder Spezifikation. Die Konsequenz für die Systemwahl:

  1. Realistischen Maximalbestand ermitteln (Sorten × Stangen × kg/m × Länge).
  2. Reserve einplanen — Bestände wachsen, Materialmix ändert sich.
  3. Traglast des Systems dagegen prüfen: Der STS-LGW ist bis 3.000 kg spezifiziert; für Anforderungen darüber bietet SIM-TEC Sonderkonfigurationen auf Anfrage.

05Wann lohnt sich ein Langgutwagen?

Ein Langgutwagen ist die richtige Wahl, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Material wandert: Ihr Langgut wird regelmäßig zwischen Lager, Säge, Abkantpresse oder CNC-Maschine bewegt — der Wagen macht aus zwei Prozessen (lagern + transportieren) einen.
  • Kran und Stapler sind Engpass: Wenn Materialbewegungen auf Fördertechnik warten, entkoppelt der handgeführte Wagen den Materialfluss.
  • Kein Platz für stationäre Regale: Der Wagen braucht nur seine Stellfläche und lässt sich jederzeit umsetzen — auch bei Layout-Änderungen in der Halle.
  • 5S / Lean-Organisation: Definierte Haltearm-Plätze machen den Soll-Zustand sichtbar; Material liegt dort, wo es gebraucht wird. Mehr dazu im Ratgeber 5S-Methode in der Werkstatt.
  • Rüstplatz-Versorgung in der CNC-Fertigung: Rohmaterial-Stangen direkt am Rüstplatz bereitstellen — analog zur geordneten Werkzeugbereitstellung, wie sie der Ratgeber CNC-Werkzeuge richtig lagern beschreibt.

Der STS-LGW ist ab 3.950 € (zzgl. MwSt.) erhältlich, konfigurierbar in RAL 5010, RAL 7016, RAL 7021 oder individueller Farbe, mit Edelstahl- oder Kunststoffgriffen, gefertigt in Waibstadt und zertifiziert nach DIN ISO 9001:2015 und DIN EN 1090-2. Ergänzende Systeme für Wannen und Kleinladungsträger finden Sie in der Kategorie Lagerung.

06Häufige Fragen zur Langgutlagerung

Was ist der Unterschied zwischen Kragarmregal und Langgutwagen? Das Kragarmregal ist stationäre Infrastruktur für große Vorratsbestände und wird meist mit Kran oder Stapler bedient. Der Langgutwagen ist ein mobiles Betriebsmittel: Er lagert den Umlaufbestand und transportiert ihn zugleich — von Hand, ohne Fördertechnik. In vielen Betrieben ergänzen sich beide Systeme.

Wie viel wiegt eine 4-m-Stange Rundstahl? Als Faustformel gilt: Gewicht pro Meter ≈ Durchmesser² ÷ 162 (in mm). Eine 4-m-Stange Ø 40 mm wiegt damit rund 40 kg, bei Ø 60 mm sind es schon rund 89 kg. Für die Systemauswahl zählt der Gesamtbestand — der summiert sich schnell auf mehrere Tonnen.

Welche Traglast hat der STS-LGW Langgutwagen? Der STS-LGW trägt laut Hersteller bis zu 3.000 kg. Der Rahmen besteht aus 3 mm Stahlblech mit Pulverbeschichtung, die 4 Industrierollen (davon 2 mit Feststeller) sind auf diese Last ausgelegt. Für Anforderungen über 3.000 kg sind Sonderkonfigurationen auf Anfrage möglich.

Braucht man für einen Langgutwagen einen Stapler oder Kran? Nein — das ist der Kernvorteil. Der STS-LGW wird von Hand verfahren und passt mit 820 × 3020 × 1200 mm durch handelsübliche Hallentore. Das Beladen schwerer Einzelstangen sollte dennoch zu zweit oder mit Hebehilfe erfolgen; der Wagen ersetzt den Transport, nicht das Heben.

Welche Profile und Längen passen auf einen Langgutwagen? Der STS-LGW nimmt Rohre, Profile, Schienen, Leisten und Stangen bis 4 m Länge auf. Die verstellbaren Haltearme passen sich verschiedenen Querschnitten an — Rund-, Vierkant-, U- und T-Profile sind problemlos transportierbar. Für ungewöhnliche Geometrien oder andere Längen gibt es Sonderkonfigurationen auf Anfrage.

07Beratung: Langgutlagerung planen

Sie möchten klären, ob ein Langgutwagen, ein stationäres System oder die Kombination zu Ihrem Materialfluss passt? SIM-TEC Solutions fertigt den STS-LGW selbst in Waibstadt — Beratung direkt vom Hersteller, Sondermaße auf Anfrage.

Telefon: +49 7263 / 4093150 (Mo–Fr, 09:00–17:00 Uhr) · Jetzt Kontakt aufnehmen

DIREKT VOM HERSTELLERSprechen Sie mit denen, die Ihr System bauen.Konfiguration, Traglasten, Sondermaße – wir beraten aus der Fertigung in Waibstadt heraus, nicht aus dem Callcenter.Volkan CetinkayaVolkan CetinkayaKey Account Manager